Gerd Rothmann

Fast absichtslos gestaltet

Schmuckstücke von 2019 und 2020, mit meinem Daumen modeliert, in Silber gegossen, farbig angelegt

Vom 10. September bis 17. Oktober 2020

 

Wir beginnen den Kunstherbst mit Gerd Rothmann, dessen Werke u.a. in der Pinakothek der Moderne (München), dem MOMA (N.Y.), dem Viktoria & Albert Museum (London) und dem National Museum of Modern Art (Tokio) vertreten sind.

Rothmanns Schaffensphase umspannt über 60 Jahre, in denen er sich immer intensiv mit dem Körper beschäftigte, der rote Faden in seinem Œuvre ist der Abdruck von Körperpartien, Fingerspitzen..., ohne sich dabei jemals zu widerholen. Die Ausstellung in der Galerie Biró zeigt daher konsequenter Weise völlig neue Arbeiten, mit dem Daumen modelliert, in Silber gegossen und mit farbigen Akzenten. Die Ketten und Armbänder umspielen den Körper wie Blütenblätter, die sich flexibel der Trägerin anpassen. 

1941 in Frankfurt am Main geboren, kam er in den 1960er Jahren durch die Bekanntschaft mit Hermann Jünger in München, zur Schmuckkunst. Bereits seit den 1970er Jahren ist der Körperabdruck sein Herausstellungsmerkmal. "Das Spannende daran ist vorallem welche Variationen er dieser simplen Vorgehensweise abzugewinnen versteht. Denn es geht nicht um Techniken, um Handwerklichkeiten, vielmehr geht es – wie immer, wenn es sich um Kunst handelt – um die zweite oder dritte Ebene, kurz: um das Geistige in der Kunst.  

Gerd Rothmann dreht die Dinge um. Es ist nicht die Abstraktion, es ist das genaue Gegenteil, es ist das Konkrete, das genau Definierbare, das Unverwechselbare, das Individuelle, dem sein Schaffen gilt.“* 

*Prof. Dr. Florian Hufnagl, aus Rede zur Ausstellungseröffnung Gerd Rothmann’s im Deutschen Gold- schmiedehaus Hanau, 2011.

 

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